Jazzfassung Mozart-Requiem

Trailer Requiem Teil 1

Trailer Requiem Teil 2

 

 

Mozarts Requiem ist eines der berühmtesten unvollendeten Werke der Musikgeschichte. Während der Komposition verstarb der Meister, dem schon in den letzten zwei Wochen seines Lebens immer mehr gewahr wurde, dass er das Requiem anscheinend für sich selbst schrieb.

 

In der Jazzfassung von Christian Grosch werden alle original von Mozart stammenden Chorstücke in einen neuen musikalischen Zusammenhang gebracht, statt in der klassischen Orchesterumrahmung findet sich der vierstimmige Chor hier in Jazzharmonien und -rhythmen des Trios wieder. Gemeinsam schaffen sie eine neue Symbiose voller Freude und stiller Trauer, von sprühender Lebendigkeit und von tiefsten, fahlsten Abgründen des Todes.

 

Die von Mozart nur fragmentarisch angedeuteten Chorstücke erhielten in der Fortschreibung durch Grosch eine neue moderne Struktur und Melodik, so dass auch der Chor nach und nach selbst in Jazzfarben singt. Gegen Ende des Requiems stehen die beiden Originalkompositionen Groschs „Benedictus“ und „Dona eis requiem sempiternam“ folgerichtig als ein Bekenntnis unserer Zeit.

Chor und Trio befinden sich nun ganz in der musikalischen Gegenwart – und blicken in die Ewigkeit.

 

Dona eis requiem sempiternam - Gib uns die ewige Ruhe …

 

Die Uraufführung fand am 20. Juni 2016 anlässlich des Weltflüchtlingstages in Prenzlau statt, zusammen mit der Prenzlauer Kantorei unter der Leitung von Hannes Ludwig.